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| Das kluge Unbewusste: Denken mit Gefühl und Intuition
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Die Bedeutung der Intuition
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Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Das kluge Unbewusste: Denken mit Gefühl und Intuition (Gebundene Ausgabe) Im Klett-Cotta-Verlag ist jüngst ein Buch erschienen, welches sich mit dem Zustandekommen von Entscheidungen beschäftigt. Im Kern geht es um Untersuchungen zum menschlichen Entscheidungsverhalten, die Ap Dijksterhuis im Jahr 2006 durchgeführt hat. Sie führen zu dem Ergebnis, dass wir bei wichtigen Entscheidungen stärker auf das Unbewusste und weniger auf das Bewusstsein vertrauen sollten.
Dijksterhuis relativiert die Bedeutung des Bewusstseins. Wer hätte gedacht, dass der Mensch unbewusst 200.000 mal soviel Informationen verarbeiten kann wie bewusst. Descartes insistierte seinerzeit, dass jede mentale oder psychische Aktivität bewusst stattfindet - ein gewaltiger Irrtum.
Der Autor unterscheidet das moderne Unbewusste vom Freudschen Unbewussten. Das Unbewusste ist kein Sammelbecken für infantile, tierische Triebe und traumatische Erinnerungen. Aber Freud hatte nicht in allen seinen Überlegungen unrecht. Dijksterhuis stellt die Freudsche Auffassung und moderne Auffassungen zum Unbewussten gegenüber.
Der Mensch verfügt über eine unbewusste Wahrnehmung unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des Bewusstseins (subliminale Wahrnehmung). So ist er in der Lage, kurz eingeblendete Bilder unbewusst zu registrieren. Unklar ist, ob Menschen auf diese Weise manipuliert werden können. Dijksterhuis relativiert den Einfluss subliminaler Wahrnehmung. Auf der anderen Seite thematisiert er an anderer Stelle, dass Menschen einander unbewusst nachahmen und dass es eine direkte Beziehung zwischen Wahrnehmung und Verhalten gibt. Gibt es dann nicht auch eine Beeinflussung durch unbewusste Wahrnehmung? Die Grenzen der Beeinflussungsmöglichkeiten bleiben unscharf.
Wenn es darum geht, wie unser Verhalten gesteuert wird, dürfen Ausführungen zum freien Willen nicht fehlen. Dijksterhuis erläutert das Experiment von Libet, durch welches deutlich wird, dass Handlungen im Gehirn bereits vorbereitet werden, erkennbar am sogenannten Bereitschaftspotenzial, bevor der Proband die bewusste Entscheidung für diese Handlungen getroffen hat. Handlungen werden also unbewusst eingeleitet. Während die Faktenlage eindeutig ist, streiten die Wissenschaftler über die Interpretation dieses wichtigen Experimentes. Ist der freie Wille eine Illusion? Dijksterhuis erläutert auf verständliche Weise einige Erklärungsmodelle.
Es ist nicht alles neu, was Dijksterhuis schreibt. So ist es kein Geheimnis, dass es bei schwierigen Entscheidungen sinnvoll ist, eine Nacht darüber zu schlafen. Auch ist allgemein bekannt, dass Kreativität aus dem Unbewussten kommt. Aber Dijksterhuis fabuliert nicht, sondern begründet, warum das so ist. Seine Ausführungen sind belegt, seine Beispiele und die Beschreibungen seiner Versuchsszenarien sind anschaulich und die Sprache ist verständlich. Die Leser werden nicht mit Fachbegriffen überfordert. Dijksterhuis vermittelt einen aktuellen Überblick über die Forschungen zum Unbewussten.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 2. April 2010 | | | | | | | |
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